Apfelwickler

(Cydia pomonella)

Der Apfelwickler ist ein weltweit verbreiteter, der abhängig von der geografischen Breite eine bis zwei Generationen durchläuft. Er tritt an Apfel und Birne, gelegentlich auch an Walnuss und Pfirsich auf.

Schädlingsbeschreibung

Der Falter ist etwa 10 mm lang mit einer Spannweite bis 20 mm. Die Vorderflügel sind grau gefärbt mit dunklen, welligen Querlinien. Die Hinterflügel sind graubraun und etwas glänzend. Weibchen und Männchen unterscheiden sich kaum voneinander. Die Eier sind weißlich, oval und haben eine Größe ca. 1,0 mm. Sie werden zu Beginn des Falterfluges einzeln auf Fruchtbüschel und später direkt auf die Frucht abgelegt. Jungraupen sind weißlich und 2 mm lang. Sie erreichen eine Größe von bis zu 2 cm. Die Puppe ist braun und 8 - 10 mm lang.

Biologie

Der Schädling überwintert als Raupe in einem festen weißlichen Kokon hinter Rindenritzen. Im Frühjahr verpuppen sie sich. Von Anfang Mai bis August schlüpfen die ersten Falter. Sie sind abends zur Zeit der Dämmerung aktiv. Während dieser Zeit erfolgt die Eiablage. Bei kühl-nasser Witterung wird die Eiablage unterbrochen. Jedes Weibchen legt ca. 100 Eier. Die Raupen schlüpfen nach 8 - 14 Tagen. Nach kurzem Wandern dringen sie in die Früchte ein. Innerhalb 3 - 4 Wochen sind die Raupen ausgewachsen und verlassen die Frucht. Ein Teil der Raupen geht sofort in Winterruhe. Sie spinnen sich an geschützten Stellen an der Stammbasis oder im Bodenstreu in einem Kokon ein. Je nach Temperatur und Tageslänge verpuppen sich die Raupen noch im selben Jahr ab frühestens Mitte Juli zur 2. Generation. Diese legen frühestens ab Anfang August ihre Eier ab. Die sich daraus entwickelnden Raupen verursachen die gefährliche Spätvermadung im September.

Schaden durch den Apfelwickler

Nach dem Einbohren in den Apfel legt die Raupe zuerst einen feinen Spiralgang direkt unter der Fruchthaut an, dringt ins Fruchtinnere bis zum Kernhaus und dabei frisst die Raupe einen großen Teil des Fruchtfleisches und nagt an Kernhaus und Kernen. Erntereife Früchte zeigen häufig Kotauswurf. Die Raupe verlässt den Apfel durch eine Ausgangsöffnung, die sich häufig auf der gegenüberliegenden Seite des Einbohrlochs befindet.

Kontrolle

Mittels Pheromonfallen kann der Flugverlauf überwacht und das Auftreten der 2. Generation im Spätsommer rechtzeitig erkannt werden. Der Befallsdruck lässt sich anhand der Höhe der Falterfänge, besser noch am Vorjahresbefall abschätzen. Liegen zur Ernte mehr als 1 - 2 % befallene Früchte (inklusive Fallobst) vor, so ist dem Apfelwickler im Folgejahr besondere Aufmerksamkeit zu geben.

Bekämpfung des Apfelwicklers

Im Erwerbsanbau ist eine Kombination aus biologischen und biotechnischen Bekämpfungs-maßnahmen erforderlich. Die Befallsgefahr erstreckt sich von Anfang Mai bis Anfang September. Der Einsatz von Carpovirusine® ist zu empfehlen. Ebenso ist die Applikation von nemapom® eine nachhaltige und hocheffiziente Bekämpfung von Apfelwicklern.

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