Blütenthrips

(Frankliniella occidentalis)

Der Kalifornische Blütenthrips stammt von der Westküste Nordamerikas. Er ist mittlerweile durch den intensiven Handel mit Zierpflanzen fast weltweit verbreitet. Frankliniella occidentalis tritt an 500 Pflanzenarten aus 50 verschiedenen Familien auf, darunter viele Zierpflanzen und Gemüsekulturen wie Gurken, Paprika und Auberginen. Im Sommer kommt er auch an verschiedenen Freilandpflanzen vor.

Schädlingsbeschreibung

Die Eier des Kalifornischen Blütenthrips sind 0,25 mm breit und 0,55 mm lang, undurchsichtig, und nierenförmig und werden einzeln oder in Reihen in der Nähe von Blattadern abgelegt. Mit dem sägeähnlichen Legebohrer werden Schnitte in der Epidermis ausgeführt, in denen die Eier gelegt werden. Die adulten Tiere haben vier Flügel gefranst mit langen Haaren. Der Körper ist schlank und von Bauch- und Rückenseite her abgeflacht. Die Weibchen sind 1,3 bis 1,4 mm lang und gelb bis dunkelbraun. Der Eilegebohrer ist am Abdomen deutlich zu sehen. Die Männchen sind kleiner und blasser und haben am Hinterleib zwei orangefarbene Flecken.

Lebensweise

Das Populationswachstum ist am schnellsten bei 30 °C. Die Vermehrung erfolgt geschlechtlich und ungeschlechtlich. Unbefruchtete Weibchen produzieren ausschließlich Männchen, befruchtete Weibchen Männchen und Weibchen im Verhältnis 1:2. Zu Beginn des Jahres finden sich mehr Männchen in den Pflanzenbeständen als Weibchen, später im Jahr ist das Verhältnis umgekehrt. Bei 25 °C legen Weibchen mit Gurken als Wirtspflanze drei Eier pro Tag, mit Pollen als zusätzlicher Nahrung kann die Anzahl noch höher sein. Unter optimalen Bedingungen an Gurken in vier Tagen verdoppeln.

Schaden durch den Blütenthrips

Der Kalifornische Blütenthrips saugt die Zellen jungen Gewebes von Blättern, Blüten und auch Früchten aus. Auf Blättern sind silbrige Flecken und Kottröpfchen, auf Blüten Verfärbungen zu sehen. Dies führt zu Verformungen und Verkorkungen und Blüten öffnen sich teilweise nicht mehr. Seit dem Auftreten von Frankliniella ist der Befall durch Virosen gestiegen, da die Populationen deutlich größer sind als die von anderen Thripsarten. Nur das erste Larvenstadium kann den Virus aufnehmen, verbreitet wird er aber durch Larven und adulte Tiere. An die Nachkommen werden die Virosen nicht weitergegeben.

Kontrolle

Zur Thripskontrolle, besonders in nicht blühenden Pflanzenbeständen, eignen sich beleimte Blautafeln oder auch Gelbtafeln.

Bekämpfung des Blütenthrips

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